Das frühe Aufstehen, Geschenke und Heizkosten


Ich erblickte das Licht der Welt am frühen Nachmittag des Nikolaustages 1971, was mich in dem einen oder anderen Bereich prägte: Früh Aufstehen ist nicht unbedingt meine Stärke, ich liebe Geschenke und bis ich anfange zu frieren befinden sich meine Mitmenschen bereits in einem Stadium der Unterkühlung und warten auf Rettung.

Die bei anhaltender Unterkühlung auftretenden Sinnestäuschungen und euphorischen Zustände, welche infolge eines paradoxen Wärmegefühls (Kälteidiotie) vor Eintritt der Bewusstlosigkeit dazu führen können, dass sich Unterkühlte entkleiden, konnte ich noch nicht beobachten, da ich vor Eintreten dieser Erscheinungen stets bereit war, die Heizung einzuschalten. Reizen tut es mich aber schon!


Das Leben, grafische Interfaces und Godot


Da das Leben früh einsehen musste, dass es da jemanden in die Welt gesetzt hatte, dessen reger Spieltrieb großen Anteil an seinem Werdegang haben würde, wurde da so einiges in die Wege geleitet, um dieser Tatsache zu entsprechen. Das Ergebnis dieser Bemühungen erschien 1984 in Form des ersten Computers mit einer grafischen Benutzeroberfläche.

Ich wusste davon freilich noch nichts, aber da mir von Geburts wegen Geduld nicht in die Wiege gelegt wurde, musste an dieser technischen Neuerung noch gearbeitet werden, damit das Produkt den kleinen Falko, wenn er mal groß ist, nicht dazu zwingt, seine Zeit mit Warten auf Godot verbringen zu müssen.


Mein erster Rechner


So blieb ich bis 1996, von einigen schulischen Ausflügen in Basic und Turbo Pascal einmal abgesehen, von den Anfängen des Computerzeitalters weitgehend unbehelligt, um mir in jenem Jahre meinen ersten Computer für schlappe 5.500 Deutsche Mark zuzulegen.

Es handelte sich dabei, nebst Monitor, Drucker und externem ZIB-Speicherlaufwerk, um einen Rechner mit 233Mhz Schweröl-Prozessor, einer 14GB Schiefer-Festplatte, einem meist mit sich selbst und seinem Dasein beschäftigten 64 MB Arbeitsspeicher, einer Matrox-Mystique Grafikkarte, die grobe Strichzeichnungen recht gut darzustellen vermochte und einer Standard-Soundkarte. Windows 95 hatte seine Kinderkrankheiten hinter sich und bekam die der Erwachsenen und ich zeitweilig die Krise.


Lernen, Verzweifeln, Cheeta und der ganze Rest


Nebst der Fähigkeit einen Rechner bedienen zu können, ohne mir ständig vor Fassungslosigkeit in die Hand zu beißen und dauerhafte Schäden meiner Gliedmaßen davonzutragen, erlernte ich das Arbeiten mit professioneller Grafik-, Audio-, Animations- und Videoproduktionssoftware und wusste fernöstliche Atem- und Meditationstechniken, die offensichtlich in weiser Voraussicht ob der technischen Entwicklungen und ihrer Konsequenzen in der Zukunft entwickelt wurden, bald mehr als nur zu schätzen.

Wenn sich diese Programme auch heute noch hin und wieder anschicken, nicht zu tun, was ich von ihnen erwarte, fange ich entsetzlich an zu weinen, umarme meinen Stoffaffen, der auf den Namen Cheeta hört, verurteile das Schicksal, die Menschheit, die Technik und den ganzen Rest und mache mich nach dem Aufbrauchen aller verfügbaren Taschentücher daran, der Herausforderung entgegenzutreten.


Bringen Sie mir einfach ein Taschentuch mit


An dieser Stelle möchte ich nunmehr erwähnen, dass mein Spieltrieb, meine Neugier und Faszination für Technik, mein halbwegs respektabel ausgeprägter Sinn für Ästhetik und meine Bereitschaft, meine Taschentuchvorräte für Sie aufzubrauchen, käuflich zu erwerben sind.

Sollte es die Zeit so einrichten, dass wir uns im Winter begegnen, empfehle ich warme Kleidung und wenn Sie mir eine Freude machen möchten, bringen Sie möglichst viele Geschenke mit!

Herzlichst
Ihr Falko Knizia


Werdegang - eine Wegbeschreibung


Seit 1998 bin ich in den verschiedensten Bereichen des Mediendesigns tätig. Als Autodidakt begann ich, nicht zuletzt aufgrund der seinerzeit fehlenden adäquaten Ausbildungsmöglichkeiten, die grundlegenden Werkzeuge der digitalen Medienproduktion während meines damaligen Lehramtsstudiums für mich zu erschließen und mir das "Handwerk" selbständig zu erarbeiten.

Als Musiker, mit einer seit der Kindheit bestehenden Vorliebe für elektronische Musik (verantwortlich zeichnen hierfür vornehmlich Jean Michel Jarre, Vangelis, Tangerine Dream und Mike Oldfield), kristallisierte sich zudem bald meine Faszination für die Komposition von Bild und Ton heraus. Bilder rufen in mir Klänge hervor, während das Hören von Musik mich zu Bildern und Bewegungsabläufen inspiriert. Die kreative Kombination beider Elemente bildet heute gewissermaßen das duale Fundament, auf welchem mein Tun basiert und auch bei der Entwicklung von Grafiken oder Webseiten ist Musik eine nicht unwesentliche Inspiration während der Arbeit.

"Flash" war 1999 quasi eine kleine Offenbarung, denn das Programm erlaubte mir Internetseiten jenseits der statischen Präsentation von Bild und Text zu einem audiovisuellen "Erlebnis" machen zu können. Allerdings war die konsequente und durchgängige Anwendung animierter, interaktiver und audiovisueller Gestaltungsoptionen im Gegensatz zu heute noch eine Ausnahme. Zu allem Überfluss beanspruchte so manche so produzierte Internet-Präsentation auch noch Ladezeiten, die das Warten auf den Start derselben ohne zwischenzeitliche Nahrungszufuhr zu einer ernsthaften Überlebensfrage machte und auf beiden Seiten des Bildschirms für Unmut sorgte.

Im Bereich der Image-Film-Produktion und des DVD-Authorings fanden die Möglichkeiten einen angemessenen Raum der Entfaltung und der digitale Videoschnittplatz entschädigte für die begrenzte Anwendbarkeit o. g. Möglichkeiten im Internet und vereinte das Grafik- und Videodesign (neudeutsch: Motiondesign) mit der Anwendung musikalischer Elemente.

2003 begann ich mit wachsender Begeisterung die Gestaltung im dreidimensionalen Raum für mich zu entdecken und die überbordenden Optionen, welche die 3D-Animation auch im Felde der Videoproduktion für einen Mediendesigner bereithalten, finden heute ihre fast schon natürlich anmutende Anwendung in der Filmbranche - vom kleinen gestalterischen Detail über ein fulminantes Titeldesign bis hin zum vollständig in 3D realisierten Spielfilm.

Die enorme Vielfalt der mir heute zur Verfügung stehenden technischen und gestalterischen Möglichkeiten bedeutet nebst unbegrenztem Handlungsspielraum und Freude an der Arbeit allerdings auch, diese nicht blindlings und nur um der bloßen Machbarkeit Willen einzusetzen, sondern vielmehr mit angemessener Sorgfalt und projektorientierter Pointierung den kreativen Elementen ihren Platz zuzuweisen - weniger ist oft mehr!

14 Jahre der Erfahrung und stetigen Weiterentwicklung finden Ihren Ausdruck nunmehr in einem Leistungsspektrum, welches ich Ihnen mit Freude und im vollen Umfange zur Verfügung stellen möchte. Zudem erlaubt mir der gegangene Weg, Ihnen ein Angebot machen zu können, von dem ich überzeugt bin, dass Sie die Freude an der Arbeit - und vor allem den Ergebnissen - mit mir teilen werden!

Ich empfehle mich und freue mich auf eine kreative Zusammenarbeit!
Ihr Falko Knizia



Derzeit arbeite ich mit folgenden, digitalen Werkzeugen:

Print- & Grafikdesign: Adobe Photoshop, Illustrator, InDesign
Webdesign: Freies Codieren/Programmieren, Adobe Dreamweaver
3D- & Motiondesign: Apple Motion, Adobe AfterEffects, Cinema4D
Sounddesign & Musikproduktion: Apple Logic Studio, Native Instruments "Komplete"
DVD-Authoring: Adobe Encore, Photoshop, MediaEncoder
Video-Postproduktion: Apple Final Cut Pro, Motion, Adobe AfterEffects, Cinema4D